11.04.2017

#interior | Die erste eigene Wohnung einrichten





Vorweg: Wenn sich ein paar von Euch denken: „Hmm… die Fotos von diesem Beitrag kenne ich von wo!?“, dann liegt es daran, dass die liebe Lisa auf Ihrem Blog WOHN:PROJEKT, einen Beitrag von meiner Wohnung und mir veröffentlicht hat! Wer davon noch nichts gewusst hat und wissen will was ich in dem Interview so von mir gegeben habe, der darf gerne bei Lisa vorbeischauen – Hier klicken!

Und nun zu meinem eigentlichen Beitrag ;)

Vor einiger Zeit, wurde ich von einer lieben Leserin gefragt, ob ich nicht einmal einen Beitrag zum Thema erste eigene Wohnung und Stilveränderung schreiben möchte…. Und ich dachte mir: „Warum denn eigentlich nicht?“





Ich wohne nun in meiner zweiten Wohnung und bin bereits nach kurzer Zeit in der ersten Wohnung draufgekommen, dass ich, trotz großem Interesse an Innenarchitektur, bei einigen Möbelstücken gewaltig danebengegriffen habe.

Auf meine erste Wohnung, habe ich über ein Jahr gewartet und auch dementsprechend lange Zeit gehabt, mir zu überlegen, was mir denn Einrichtungstechnisch gefällt. Ich habe mir eine Mappe zusammengestellt, die ich mit Zeitungsschnipseln voll Inspiration gefüllt habe. Der Vorteil war, dass der Grundriss der Wohnung schon fix war, also konnte problemlos geplant werden.

Am wichtigsten ist:
Lasst Euch nicht zu sehr beeinflussen. Die Eltern reden liebend gerne mit oder auch die Freunde. Jeder hat einen anderen Geschmack und jeder soll sich in seiner eigenen Wohnung am wohlsten fühlen. Tipps und Ratschläge kann man sich gerne holen und in einer Inspirations-Mappe sammeln, aber streicht die Wand auf keinen Fall gelb, nur, weil Tante Berta sagt, dass Sie das Daheim auch hat und total zufrieden ist.

Ich habe gerade einige Dekoteile im Internet verkauft, die ich damals gekauft habe, weil Sie auf Instagram plötzlich jeder Daheim stehen hatte – Die MUSSTE ich auch haben. Pah, falsch gedacht! Man soll sich nicht zu sehr von den Anderen beeinflussen lassen. Gerade Dekoteile von diversen Marken könnt Ihr nur schwer um einen ähnlich hohen Preis verkaufen. Aber selber schuld, wenn man ein Holzhaus von Bloomingville um zwanzig Euro kauft und am Flohmarkt, beim Preis von acht Euro alle geschreckt schauen, weil keiner von dieser Marke gehört hat und das Ding in den Augen anderer einfach nicht so viel Wert ist. ;)




Nehmt Euch Zeit:
Meine zweite Wohnung habe ich schneller bekommen als gedacht. Nach nicht mal zwei Monaten Suche wurde unterschrieben und die Schlüssel übergeben. Da haben wir uns erstmal ans Ausmessen der Bude gemacht, da kein Plan der Wohnung vorhanden war.

Den Grundriss und seine Abmessungen genau zu kennen, ist bei der Einrichtung besonders wichtig… Vor allem die kleinen Einbauten, die nicht sofort ins Auge springen aber besonders wichtig sind. Wo sind Steckdosen? Wo sind Heizkörper? In welcher Höhe liegen die Fensterbänke? Wie viel Platz ist zwischen den zwei Türen? Wie immer lautet die Devise: Vorsorge ist besser als Nachsorge! Denn wenn man beim Aufbau des Kleiderkastens plötzlich bemerkt, dass man den Lichtschalter+ Steckdose vom Schlafzimmer verbauen würde, ist das ziemlich ärgerlich ;)

Eingerichtet haben wir die jetzige, anfangs leere Wohnung (bis auf die Einbauküche) erst Stück für Stück. Durch meine erste Wohnung habe ich gelernt, dass man nicht voreilig handeln soll, nur, weil das eine Eck jetzt leer ist, muss man nicht gleich ein Möbelstück kaufen und es dort hinstellen. Am besten ist es, wenn man den Raum erstmal auf sich wirklich lässt. OK, wer sofort in der Wohnung schlafen will, braucht wahrscheinlich ein Bett oder ähnliches, aber im Grunde genommen braucht man anfangs nicht mehr als ein „Bett“, Küche und WC. Damit sind alle Grundbedürfnisse gestillt und der Rest hat Zeit zu wachsen.




Einrichten nach Eurem Geschmack:
„Ich habe da was bei der einen gesehen, das sieht so super aus, ich kaufe das genauso nach!“ Naja, man kann sich gerne Inspiration von anderen holen, aber die Frage ist, ob einfaches Nachkaufen wirklich die beste Lösung ist. Eines sei gesagt: Glücklicher wird man durch die Umsetzung eigener Ideen.

Die Aussage: Kauf dir das etwas Teureres, denn wer billig kauft, kauft zweimal! – Stimmt in mancherlei Hinsicht bestimmt. Ich bin auch für Nachhaltigkeit und finde unsere Wegwerfgesellschaft einfach furchtbar. Aber wenn es um Möbel geht, kann ich schon aus eigener Erfahrung sagen, dass man manchmal unglücklicher ist, wenn man teure Möbel Daheim hat, die einem nach zwei Jahren nicht mehr gefallen und diese dann NICHT tauscht, weil Sie ja so teuer waren.

Ein kleines Beispiel von mir: Die Wohnwand in der alten Wohnung war vom Tischler. Sie war Eierschalenfarbig und hatte Regale in Nussholzoptik. Ja, ich war natürlich total begeistert von dem Teil, sonst hätte ich es nicht gekauft, aber nach kurzer Zeit konnte ich die Wohnwand nicht mehr ansehen und hätte Sie am liebsten sofort getauscht, aber die hat damals glaube ich dreitausend Euro gekostet… da behaltet man sie…. Oder? ;)

In der jetzigen Wohnung steht der Fernseher auf einem BESTA Regal von IKEA. Das hat glaube ich nicht mal ein Zehntel der alten Wohnwand gekostet und witziger Weise hatte ich bis jetzt nicht das Bedürfnis das Ding zu tauschen. Aber wenn, dann am besten nicht am Sperrmüll damit, sondern verkaufen oder verschenken – Das ist Nachhaltiger und Ihr bekommt vielleicht noch eine Kleinigkeit dafür. :)




Einfach mal ins kalte Wasser springen:

Für die richtige Einrichtung gibt es kein Erfolgsrezept

Ob erste oder fünfte Wohnung, immer wieder kommen einem Sachen unter, die nach der Zeit nicht mehr gefallen, auch wenn man sich anfangs sooo sicher damit war ;)

Designklassiker liebe ich und ja, ich habe die Erfahrung gemacht, dass die einfach zeitloser sind. Sie sind teurer, aber man kann sie auch länger ansehen, weil schließlich gibt es manche schon seit fünfzig Jahren… berechtigt!

Hier noch ein Anliegen von mir: Kauft Euch Originale! Wem der Preis von einem echten Designklassiker zu hoch ist, der solle sich keine Kopie kaufen. Erstens ist die Qualität nicht dieselbe und zweitens sollen Firmen, die tolle Sachen kopieren, nicht davon leben können. Wer findet es schon toll, wenn es Leute gibt, die einen selber kopieren? Niemand mag Nachmacher ;) Originale müssen Euch den Preis wert sein, ansonsten lasst es bleiben. (Meine Meinung)

Ihr wollt die Wand in der Küche schwarz streichen? Habt Ihr Euch die Küche mal mit schwarzer Farbe vorgestellt? Dann macht das mal zwei Wochen lang, wenn es Euch immer noch gefällt, dann streicht die Wand schwarz. Macht es einfach! Wenn es dann doch nicht das Richtige war – Was solls, jeder macht mal Fehler!

Eine Wohnung oder ein Haus lebt durch Veränderung. Auch Ihr selbst werdet nicht immer gleichbleiben. Man wächst durch die Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt und verändert sich stetig. Auch der Einrichtungsstil verändert sich. Probiert Neues aus, und wenn es nur ein andersfarbiges Kissen ist, das tut gut!




Fazit:
Ich denke, bis man seinen eigenen Einrichtungsstil gefunden hat, vergeht eine gewisse Zeit. Man muss vieles Ausprobieren aber solle nicht jedem Trend folgen, den Trends sind bekanntlich vergänglich.

Ich hoffe ich konnte jetzt allen, die bald in die erste eigene Wohnung ziehen, ein paar Tipps geben. Natürlich bin ich auch keine Meisterin des richtigen Einrichtens, aber aus meiner persönlichen Erfahrung, kann ich schon ein paar Dinge aufzählen die gut oder weniger gut sind.

Über Erfahrungen von Euch, würde ich mich freuen. Nicht jeder hat dieselbe Meinung zu gewissen Themen. Nur her damit! :)


Alles Liebe,
Eure Lisa

Kommentare:

  1. Anonym11.4.17

    Hallo Lisa! Ich bin gerade über Wohnprojekt auf dich gekommen! ;-) Deine Seite ist wirklich toll und die Wohnung und die Möbel gefallen mir auch so gut! LG K.

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    1. Vielen Dank! Das freut mich zu lesen :)
      Ich freu mich so, dass ich gestern beim Wohn:Tag dabei war!
      Alles Liebe

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  2. Anonym11.4.17

    hallo lisa,

    danke das du diesen beitrag geschrieben hast, mir hilft der wirklich sehr bei der planung der ersten wohnung :-)
    ich finde deine einrichtungsstil toll und finde super das du so viele kreative ideen hast auf die ich nie kommen würde.
    mach so weiter und inspiriere deine leser, den du bringst es sicher ganz weit :-)

    liebe grüße, lisa

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    1. Hallo liebe Lisa!
      Schön, wenn ich Dir weiterhelfen konnte! Danke nochmal für die Idee, diesen Beitrag zu schreiben ;)

      Ich wünsche Dir alles Gute in der ersten Wohnung und wenn Du noch spazielle Fragen hast, kannst Du mir gerne wieder schreiben!

      Alles Liebe, Lisa

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    2. Anonym13.4.17

      danke das ist total lieb von dir :-) ich danke dir für die inspiration und die hilfestellung!

      liebe grüße, lisa :-)

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  3. Anonym12.4.17

    Ich finde diesen Beitrag toll, weil er zeigt das man auch mal danebengreifen kann und das man sich verändert.
    Darf ich noch fragen ob du Möbel aus deiner ersten Wohnung mitgenommen hast oder ob du alles neu gekauft hast?
    Lg

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    1. Ja sicher greift man mal daneben, das ist bestimmt jedem schon mal passiert :)
      Ich habe meine Eames Chairs mitgenommen - Meine Babys ;)
      LG

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    2. Anonym12.4.17

      Ja leider kann das passieren :))
      Die sind echt so soll <3 und die anderen Möbel hast du verkauft oder war die Wohnung möbliert? Lg

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